Nur professionelle Bewerbungsfotos verwenden

Sie können mir glauben, in Sachen Bewerbungsfoto habe ich schon so einige haarsträubende Sachen gesehen. Andererseits halte ich es aber normalerweise für ein Randthema.

Meine persönliche Meinung dazu ist, dass der Einfluss Ihres Fotos auf den Erfolg Ihrer Bewerbung in den allermeisten Fällen eine relativ geringe Rolle spielt, solange Sie kein unpassendes Foto verwenden. Die anderen Faktoren (insbesondere die Darstellung Ihrer bisherigen Erfolge) sind viel entscheidender, so dass man diesem Thema nicht zu viel Raum geben sollte. Aber, das gilt eben wirklich nur solange, wie Sie keine völlig unpassende Aufnahme benutzen. Wie Sie das vermeiden können, erläutere ich gleich näher.

Haben Sie zufällig kein gutes Foto zur Hand, zum Beispiel, weil es einmal schnell gehen muss, dann lassen Sie es lieber ganz weg. Sonst besteht die Gefahr, dass Sie die positive Ausstrahlung der anderen Informationen alleine durch die Verwendung eines unprofessionellen Bildes wieder zerstören. In einem solchen Fall sagt Ihr Bild tatsächlich mehr Negatives als 1.000 (positive) Worte.

Allgemeine Anforderungen an ein gutes Bewerbungsfoto

Grundsätzlich finde ich es schon richtig, Ihren überzeugenden Lebenslauf auch mit einem ansprechenden Foto zu versehen. Das lockert dieses ansonsten sehr textlastige Dokument etwas auf und umgibt es mit einer freundlichen Atmosphäre. Dabei geht es nicht darum, dass Sie darauf auch aussehen wie ein Model. Es geht lediglich darum, auch optisch einen ernsthaften und professionellen Eindruck zu vermitteln.

Um dieses Ziel zu erreichen, sollten Sie Ihr professionelles Foto tatsächlich auch von einem Profi, also einem Fotografen aufnehmen lassen. Ein vernünftiger Fotograf weiß, wie das Ergebnis aussehen muss, und hat nicht nur die passende Technik, sondern auch das notwendige Geschick. Kleiden Sie sich dafür am besten so, wie Sie in Ihrer Branche auch zum Vorstellungsgespräch gehen würden. Gute Fotografen schaffen es weiterhin, auch kamerascheue Menschen ansprechend zu porträtieren. Die kleine Investition dafür macht also Sinn, zumal Sie heutzutage sowieso immer mal ein vernünftiges Foto von sich benötigen. Das gilt beispielsweise für das Soziale Netzwerk XING, das gerade zur Jobsuche und für Bewerbungen eine große Hilfe sein kann. Bitten Sie deshalb den Fotografen unbedingt (auch) um die elektronischen Versionen der Aufnahmen.

Das sollten Sie vermeiden

Spätestens seit der Einführung von Passbildern mit biometrischen Merkmalen ist es keine gute Idee mehr, einfache Passbilder auch als Bewerbungsfotos zu verwenden, was übrigens aus meiner Sicht die durchschnittliche Qualität der Fotos angehoben hat. Davon abgesehen erreichen auch die allermeisten privaten „Schnappschüsse“ nicht die notwendige Professionalität, so „authentisch“, „menschlich“, „nett“ oder „lustig“ diese aus privater Sicht auch aussehen mögen. Auch gescannte oder abfotografierte Bilder verfügen in den meisten Fällen nicht über die notwendige technische Qualität, um für Bewerbungszwecke verwendet werden zu können.

Ein Wort an die Damen

Liebe Damen, wenn Sie einmal beim Fotografen sind, können Sie ja gerne noch ganz viele andere Bilder von sich machen lassen. Aber passen Sie bitte auf, dass am Ende auch ein paar normale Bewerbungsfotos mit darunter sind. Auf diesen sollten Sie unauffällig und branchenüblich professionell gekleidet sein und jegliche „Kreativität“, insbesondere auch in der Körperhaltung vermeiden.

Achten Sie bei der Platzierung im Lebenslauf darauf, dass Ihr Bild nicht zu groß wird (siehe letzter Abschnitt).

Ein Wort an die Herren

Liebe Herren, auch wenn Ihnen der Gang zum Fotografen vielleicht schwerfällt und Sie das Geld lieber in etwas „Vernünftiges“ investieren würden: ja, das ist dennoch für die Erstellung einer rundherum professionellen Bewerbungsmappe notwendig. Und nein, das nette Bild, das Ihre Kumpel damals am Vatertag von Ihnen mit dem Handy gemacht haben, ist dafür wirklich nicht geeignet. 😉

Größe und Position

Ich empfehle, das Bewerbungsfoto ca. in Passbildgröße (ein bisschen größer geht auch noch) in der rechten oberen Ecke der ersten Seite Ihres Lebenslauf-Dokumentes zu platzieren. Dann haben Sie oben bzw. oben links Platz für Ihre Kontaktdaten und direkt links vom Bild genug Raum für Ihre aktuelle und konkrete Berufsbezeichnung als Überschrift für das gesamte Dokument und das sehr wichtige Kurzprofil mit einer Zusammenfassung der allerwichtigsten überzeugenden Fakten zu Ihrer Erfahrung.

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